Heilpraktiker Wolfgang Wagner

Urinuntersuchung nach Heller:

Der Urin oder Harn ist das Ergebnis der Filtervorgänge in den Nieren. über die hell- bis dunkelgelbe Flüssigkeit werden überschüssiges Wasser, Säuren, Salze, Medikamente und Gifte sowie Stoffwechselendprodukte (Harnsäure, Harnstoff, Kreatinin) ausgeschieden.

Mit Hilfe von Urinuntersuchungen können nicht nur Erkrankungen der Nieren, Harnleiter, Blase und Harnröhre erkannt werden, sondern auch Stoffwechselerkrankungen, wie z.B. Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).

Der Urin wird anhand der Menge, der Farbe, Beschaffenheit und des Geruchs beurteilt.

Die Urinuntersuchung wird zum einen mittels Teststreifen durchgeführt. Hier wird der pH-Wert, der Zucker-, Eiweiß- und Nitritgehalt ermittelt. Außerdem wird auf Ketone und Blut sowie Blutkörperchen im Urin getestet.

Zum anderen wird die "Hellersche Probe" (Urinuntersuchung nach Heller oder auch Unterschichtungsreaktion) durchgeführt. Es ist ein sehr einfaches, aussagefähiges und schnelles Verfahren.

Die Hellersche Probe beruht auf einer Grenzflächen-Farbreaktion zwischen Urin-Inhaltsstoffen und einem Salpetersäuregemisch, das verschiedenfarbige Ringe erzeugt. Das diagnostische Spektrum, das diese Methode bietet, ist sehr breit.

Folgende Nachweise sind möglich:


Die Hellersche Probe gibt auch Hinweise auf Plasmaproteine, die die Nierenschranke passieren. Nach einigen Minuten bildet sich an der Grenzfläche zwischen Urin und Reagenz eine undurchsichtige, weiße Scheibe als Nachweis für den pathologischen Eiweißgehalt des Urins.

Zeigt sich in der Unterschichtungsreaktion ein dunkelbrauner bis schwarzer Melaninring, so ist das ein Hinweis auf schwere Erkrankungen.
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